Bundesliga, Bundesliga, hey, hey.

So hallte es nach dem Spiel durch das Stadion des Wr. Sportklub.

In einer sehr nervösen Partie konnte sich die jungen Linzerinnen denkbar knapp mit 0:1 durchsetzen. In Minute 7 war es Aurelia Zeilinger die Emilia Holzinger mit einem Traumpass auf die Reise schickte und Holzinger ließ sich diese Chance nicht nehmen und stellte auf 0:1 für die Gäste. Wir dachten, dass sich damit die Nervosität etwas legen würde, doch leider lagen wir falsch. Unsere Mannschaft hatte viel Ballbesitz, konnte allerdings daraus kein Kapital schlagen. Es gab dann im Laufe der ersten Halbzeit noch Chancen durch Röbl, Holzinger, Sisic und Reikersdorfer, welche allerdings nicht genutzt werden konnten. Die Heimmannschaft spielte sehr clever, standen eher tief und versuchten immer wieder die schnelle Julia Kappenberger ins Spiel zu bringen. Kappenberger hatte auch die beste Chance auf den Ausgleich, die allerdings von Nadine Drescher zu Nichte gemacht werden konnte. So ging es mit einem knappen 0:1 Vorsprung, für die Gäste aus Linz, in die Halbzeitpause.

In Halbzeit 2 dann verkehrte Welt.

Wir wollten vermehrt die Bälle in die Spitze bringen und variabler agieren, nur die Gastgeberinnen hatten etwas dagegen. Der Sportklub wurde immer stärker während bei den Kleinmünchnerinnen die Nervosität noch weiter stieg. In Minute 47 rettete Torfrau Isabel Peterschelka erneut gegen Kappenberger und im Gegenzug hätte Nadine Drescher, nach einem Eckball, per Kopf für die Gäste erhöhen können. Diese Chance wurde allerdings von der sehr gut spielenden Wiener Torfrau Katharina Lichtenberger pariert. Die nächste Großchance für das Heimteam ließ dann Luna Windsperger aus. Sie lief allein auf Torfrau Peterschelka zu und schoss am kurzen Pfosten vorbei. Die Heimmannschaft drängte immer mehr auf den Ausgleich, doch der sollte an diesem Tage nicht mehr folgen. Die jungen Linzerinnen verteidigten gut. Schließlich wurde nach 3 Jahren 2. Bundesliga der Meistertitel und der Aufstieg in die Planet Pure Frauenbundesliga fixiert.

Fazit: Man kann der jungen Mannschaft nur ein Kompliment machen! Wir hatten jede Woche mit Ausfällen zu kämpfen. Aber wie diese Ausfälle durch die mannschaftliche Geschlossenheit kompensiert worden ist, ist Weltklasse. Mit so einem Team in diesem Verein zu arbeiten ist unbeschreiblich.

Peterschelka, Zeilinger, Vorhauer (90. Schimm), Enzlmüller (70. Nassar), Drescher, Sterrer, Reikersdorfer, Sisic, Röbl (45. Grünberger), Avdic (79. Pesendorfer), Holzinger (70. Dabic)